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Frauen auf dem lets netz-Gipfel
Mehr als 400 Besucherinnen drängten sich am Sonntag, den 7. März, auf der Zugspitze in den Saal der Kunsthalle. Höhepunkt der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag war der viel beklatschte Auftritt der Kabarettistin Maria Peschek, die das moderne Frauenbild unterhaltsam auf den Kopf stellte. Beim anschließenden Gipfeltalk, den die Journalistin Inge Bell leitete, waren die ernsten Frauenthemen angesagt: Warum es Frauen beispielsweise immer noch schwer haben, Gipfelpositionen in Politik und Wirtschaft zu erklimmen. Die immer noch schlechten Aufstiegschancen für Frauen beklagten auch andere Teilnehmerinnen. Das andere große Thema der Veranstaltung war der bundesweite Sozialabbau. Bei der anschließenden Abstimmung über die frauenpolitisch wichtigen Themen war das Ergebnis zumindest bei den Mini-Jobs & Mini-Renten deutlich, das den Frauen am meisten unter den Nägeln brennt. Beim virtuellen lets netz-Gipfel unter www.letsnetz2004.de im Internet, bei dem sich mehr als 5000 Leute beteiligten, zeigte sich dasselbe Meinungsbild: 46 Prozent sprechen sich für einflussreichere Positionen von Frauen aus, gegen Mini-Jobs & Mini-Renten rund 57 Prozent. Die bayerischen kommunalen Gleichstellungsstellen werden sich deshalb in Zukunft verstärkt um diese Themen kümmern. „Wir wollen zeigen, dass auch Frauen Seilschaften und Netzwerke bilden können“, sagt Ute Holzmann, von der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes Weilheim-Schongau.
Das FrauenGipfelTreffen wurde veranstaltet von den Gleichstellungsstellen München, Landkreis München und Landkreis Weilheim-Schongau und vielen bayerischen und österreichischen Kooperationspartnerinnen. Für letsnetz-Initiatorin Inge Höhne vom Münchner Frauenbüro steht fest: „An unserem lets netz-Gipfel auf der Zugspitze kann man wieder sehen, dass der Internationale Frauentag nicht tot und auch nicht tot zu schweigen ist. Wir wollen weiterhin mit pfiffigen Ideen auf diesen traditionsreichen Tag aufmerksam machen.“
