letsnetz2004

Internationaler Frauentag 2004

Entstehung der Aktion

Sonntag, 7. März, Zugspitze

Start > Wer wir sind > Entstehung der Aktion > Entstehung der Aktion

 

Die letsnetz2004-Projektskizze

1.      Die Leitidee: jedes Jahr zum 8. März ein virtuelles Rambazamba und viele reale Aktionen

Gemäß einer bald hundertjährigen Tradition wird am 8. März für Frieden und für die Rechte von Frauen demonstriert. Diesen Tag mit neuen Aktionsformen bereichern und dabei insbesondere die neuen Technik- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internet nutzen, die Vision von Inge Höhne von der Münchner Gleichstellungsstelle.

2.      Das erste Projekt

Mit www.fan2003.de konnte die Münchner Gleichstellungsstelle gemeinsam mit dem Verein Kompetenz für Frauen e.V. erstmals diese neue Aktionsform realisieren. Thematisiert wurde im Jahr 2003 die sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Internet. Die Kampagne "lets netz - wir kicken Männergewalt aus dem Internet", bestand im Kern aus drei Komponenten: einer Homepage mit einem Info- und einem interaktiven Teil, einer realen Aktion am Münchner Marienplatz und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit, mit Postkarten, einer Info-Zeitung und anderem Material. An www.fan2003.de beteiligten sich bundesweit und über die Landesgrenzen hinweg mehrere zehntausend Einzelpersonen und einige hundert Organisationen und Gleichstellungsstellen.

3.      Die ursprüngliche Aktions-Idee für lets netz 2004, viele frauenpolitische Gipfeltreffen in Bayern zu machen, konnte nicht verwirklicht werden - dem bayerischen Sozialministerium standen wegen einer Haushaltssperre hierfür keine Mittel zur Verfügung.

Virtuell und real finden anlässlich des Internationalen Frauentags im März 2004 in vielen Orten Bayerns frauenpolitische Gipfeltreffen statt. Getragen wird die Kampagne von der Gleichstellungsstelle München, den in der LAG organisierten Gleichstellungsbeauftragten und dem Verein Kompetenz für Frauen e.V..

Entwickelt aus den Erfahrungen des Jahres 2003 entstand die Idee im Frühjahr 2003. Sie basierte auf einem Bericht von Ute Holzmann, LAG-Sprecherin und Gleichstellungsfrau in Weilheim-Schongau, die ein erstes Gipfeltreffen mit Lokalpolitikerinnen auf dem Peißenberg organisiert hatte.

Die 2004-Kampagnen Idee unterschied sich zwar deutlich von www.fan2003, beruhte aber dennoch auf ähnlichen Kernelementen (Homepage, virtuelle und reale Aktion und begleitender Öffentlichkeitsarbeit). Zur Wiedererkennung bleibt der Begriff lets-netz.

Diese Aktion war in vielen Gesprächen und Sitzungen weitgehend projektiert und gemeinsam mit Edith Thomalla und anderen vorbereitet, als am 21. Oktober die Nachricht aus dem bayerischen Sozialministerium kam, dass wegen einer Haushaltssperre keinerlei Geld bewilligt werden kann.

4.      Die Inhalte von lets netz 2004 alt und letsnetz2004 neu sind nach wie vor aktuell: Frauenrechte stärken, Lebensqualität verbessern, Geschlechtergerechtigkeit herstellen - trotz kommunaler Finanznot und bundesweitem Sozialabbau

Lets netz 2004 soll einerseits zeigen, dass die in der LAG organisierten bayerischen Gleichstellungsstellen eine gemeinsame Ziele- und Wertedefinition haben. Andererseits die tagesaktuellen Forderungen aufgreifen, insbesondere die kommunale Finzanzkrise, Gesundheitsreform, Sozialabbau, etwa Arbeitslosen- und Rentendebatte. Und lets netz 2004 soll darüber hinaus Raum lassen für die Vielfalt der Themen kommunaler Gleichstellungsstellen.

So wünschenswert es wäre, sich auf ein gemeinsames inhaltliches Leitthema zu zentrieren, und so kampagnen-förderlich ein zentrales inhaltliches Motto wäre (wie etwa, um nur ein beliebiges Beispiel zu erwähnen, "Gleichstellungsstellen sagen Nein zum Sozialabbau und Ja zu Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit"), - angesichts der Heterogenität der bayerischen Gleichstellungslandschaft und den spezifischen Arbeitsbedingungen vor Ort scheinen beide Vorgaben nicht realisierbar. Vielmehr ermöglicht nur ein breit angelegter inhaltlicher Ansatz und ein allgemein gehaltenes Motto den einzelnen Kolleginnen für lets netz 2004 bündnis- und kampagnenfähig zu sein. Deshalb das Motto: "Raus aus der Talsohle, Grenzen überwinden, Zukunft gestalten".

5.      Vorgeschichte zur neuen Idee und ihrer Umsetzung zum Stand Dezember 03:

Beim Treffen verschiedener GST-Frauen am 30.7.2003 in München wurden bereits Ideen besprochen. Schlüsselbegriffe dabei waren:

a) Das Symbol Gipfel,

b) Inhaltliche Thesen: wozu sagen heute Frauen Ja und wozu Nein,

c) die Ja/Nein-Aussagen basieren auf der Bamberger Erklärung als dem Selbstverständnispapier und den frauenpolitischen Leitsätzen der LAG

d) Werbemittel, wie beispielsweise Stirnbänder mit Logo, Postkarten, Plakate etc.

Aufgrund der neuen Finanzlage ergab sich folgende, auf der LAG-Tagung in Schweinfurt am 18./19. November beschlossene Kooperation: Die GSTs Schongau-Weilheim, München und Landratsamt München organisieren in Kooperation mit der LAG und anderen die letsnetz2004-Aktion auf der Zugspitze.

5.1.           Deshalb nun neu: Es gibt eine zentrale Aktion auf der Zugspitze (einzelne Gipfeltreffen vor Ort rund um den 8. März zum Thema jedoch nicht ausgeschlossen)

Die ursprüngliche Idee: Jede GST kann/soll vor Ort ihr eigenes reales "Gipfeltreffen", allein oder im Bündnis mit anderen lokalen Organisationen durchführen. Die Vorbereitung müsste lokal geschehen und kann nun nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen, unterstützt werden mit zentralem Werbematerial.

Die neue Aktion: Grenzüberschreitendes Gipfeltreffen von bayerischen und österreichischen Frauen auf der Zugspitze

a)     Am 7. März 2004. können alle Frauen, die einen lets-netz-Flyer vorlegen zu einem Sonderpreis von 29 Euro (Ersparnis von 4,50 Euro) von allen Bahnhöfen der Zugspitzbahn aus (Garmisch, Grainau, Eibsee und Eibsee-Seilbahn) hinauf fahren.

b)     In unmittelbarer Nähe zum Gipfelkreuz, in einem lichten, 450 Quadratmeter grossem Raum mit RundumPanorama-Blick wird es ab etwa von 11.30 Uhr bis 13 Uhr die letsnetz-aktion geben. Die Aktion soll sich auch im Internet wiederfinden. In diesem Konferenz-Raum ist Platz für etwa 400 Frauen.

c)      Im Restaurant Sonnalpin, das etwas unterhalb des Gipfels liegt und per Seilbahn erreichbar ist, wird für 200 Personen ein Raum reserviert sein. Dort können die letsnetz-Frauen gemeinsam Essen. Kommen mehr, dann müssen sie sich unters Skifahr-Volk mischen

d)     Die Anfahrtsmöglichkeiten

1) individuelle Anreise, z.b. mit dem Bayernticket für 21 Euro für 5 Leute

2)     Gemeinsam mit Bussen. Jede GST, die mitmachen will und eine Fahrtmöglichkeit für ihre Region anbieten will, muss die Organisation selber übernehmen.

5.2.           Virtuelle Komponente - www.letsnetz2004.de

Die Kampagnen-Homepage soll im Vorfeld mobilisieren, fundiert informieren und etwa ab März eine Mitmach-Möglichkeit zum Internationalen Frauentag enthalten.

Konkreter: Frühzeitig ist eine homepage im Netz, die sukzessive weiter aufgebaut wird, und die auf die Aktionen hinweist. Gestaltungselemente für die Startseite: Das bereits vorhandene Logo von lets netz, verbunden mit dem 2004-Gipfelsymbol und der Werbe/Gutschein-Flyer.

5.3.           Zentrales Motto, Öffentlichkeitsarbeit und Materialien

FrauenGipfelTreffen - Raus aus der Talsohle - Grenzen überwinden - Zukunft gestalten

Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage ist die GST München.

Wünschenswert ist, dass möglichst viele Links von LAG-Frauen und anderen zu www.lets-netz-2004.de gesetzt werden

Theoretisch könnten alle LAG-Mitglieder auf zentrale Materialien zurück greifen. Vorgesehen sind: Flyer in Form von Postkarte (gleichzeitig Gutschein zur Vorlage am 7.3. bei der Zugspitzbahn) - Auflage 10.000, ein Plakat, enthalten in einer Aktionsausgabe der fiff - Auflage 30.000, Stirnbänder als Werbeträger und ähnliches könnten noch hinzukommen. Allerdings: Diese Materialen können nicht umsonst zur Verfügung gestellt werden. Den Vertrieb müsste die LAG übernehmen.

Die seit Frühjahr 2003 laufenden Vorbereitungs-Arbeiten (Vorstellung der Kampagne durch Inge Höhne bei der LAG und dem Treffen mit der Ministerin im Frühjahr bei der Dienstbesprechung in der Leitstelle und der LAG-Tagung, Weiterentwicklung der Konzeptidee durch die Arbeitsgruppe der LAG am 30.7. in München, Besprechungen und Beantragen der Finanzierung durch die LAG-Sprecherinnen, verantwortlich Edith Thomalla bis hin zur neuen Projektidee Zugspitze) münden in der

a)     Freischaltung der Homepage in der zweiten Januar-Woche

b)     Lieferung eines Werbe-Flyers - ab der dritten Januar Woche

c)      Lieferung einer Sonder-fiff - ab Anfang Februar

d)     Pressemitteilungen ab Anfang Februar